Von Anthony BauMruk, Partner, VALDIVIA | Valdivia Interim Associates
Die Stelle ist aktuell unbesetzt. Der festangestellte Nachfolger lässt möglicherweise noch Monate auf sich warten.
Ein CFO scheidet kurzfristig aus. Eine Umstrukturierung erfordert zusätzliche Führungskapazitäten. Ein neu erworbenes Unternehmen benötigt erfahrenes Management für die nächste Phase. Oder die Suche nach einer festen Führungskraft dauert einfach länger als erwartet. Das Unternehmen kann die Führung jedoch nicht einfach auf Eis legen.
Wie ich in meinem jüngsten Artikel über CFO-Vakanzen dargelegt habe, entsteht durch den unerwarteten Weggang einer Führungskraft mehr als nur eine Lücke im Organigramm. Entscheidungen müssen weiterhin getroffen werden, Stakeholder brauchen Führung und wichtige geschäftliche Angelegenheiten müssen vorangetrieben werden. Hier kann das Interim-Management eine Brücke schlagen – nicht nur als vorübergehender Ersatz, sondern als erfahrene Führungskraft, die kurzfristig Verantwortung übernehmen kann.
Doch was passiert eigentlich, wenn ein internationales Unternehmen sagt: „Wir brauchen einen Interim-Manager in Deutschland.“? Bei Valdivia Interim Associates (VIA) haben wir den Prozess so gestaltet, dass er unkompliziert, schnell und vor allem vertraulich abläuft.
I. Schildern Sie uns die Situation – nicht unbedingt den Namen
Sie benötigen keine vollständige Stellenbeschreibung. Und bei unserem ersten Gespräch müssen Sie den Firmennamen nicht unbedingt nennen. Interim-Einsätze ergeben sich oft unter sensiblen Umständen.
Der Weggang eines Finanzvorstands ist möglicherweise noch nicht bekannt gegeben worden. Eine Umstrukturierung kann vertraulich sein. Eine Transaktion befindet sich möglicherweise noch in einer heiklen Phase. Oder Aktionäre und Investoren möchten einfach diskret ihre Optionen ausloten. Zunächst müssen wir daher sechs Dinge verstehen:
- Funktion.
- Situation.
- Standort.
- Zeitrahmen.
- Erwartete Dauer.
- Zielsetzung.
Dies reicht oft schon aus, um die Suche zu starten.
II. Definieren Sie das Ergebnis – nicht nur die Stellenbeschreibung
Der nächste Schritt besteht darin, festzustellen, was das Unternehmen tatsächlich benötigt. Denn ein Mandat als „Interim-CFO“ kann sich stark von einem anderen unterscheiden. Eine Führungskraft, die hinzugezogen wird, um eine unerwartete Vakanz zu überbrücken und für Stabilität zu sorgen, erfordert ein anderes Profil als jemand, der damit beauftragt ist, eine Finanzfunktion umzustrukturieren, das Berichtswesen zu professionalisieren, eine Refinanzierung zu unterstützen oder eine Transformation zu leiten.
Das Gleiche gilt im Asset Management. Die Übernahme der Verantwortung für ein bestehendes Portfolio erfordert andere Erfahrungen als die Neupositionierung von Vermögenswerten, die Betreuung von Investoren und Finanzierungspartnern oder die Umsetzung einer neuen Asset-Management-Struktur. Unsere zentrale Frage lautet daher nicht: „Wie genau war die vorherige Person?“ Sie lautet: „Was sollte diese Person bis zum Ende des Einsatzes erreicht haben?“ Diese Unterscheidung ist entscheidend.
Wie ich in meinem Artikel „Temporäre Führung: Interim-Management im Jahr 2026“ kürzlich dargelegt haben, besteht einer der Vorteile des Interim-Managements darin, einen unmittelbaren Führungsbedarf von einer langfristigen Einstellungsentscheidung zu trennen. Dies gibt dem Unternehmen Zeit, die richtige Festanstellung zu finden, ohne dass in der Zwischenzeit eine kritische Führungslücke entsteht.
III: Den Markt erschließen – diskret und selektiv
Wenn eine Führungsposition kurzfristig besetzt werden muss, kommt es auf Schnelligkeit an. Doch Schnelligkeit darf nicht auf Kosten der Qualität gehen. Und schon gar nicht auf Kosten der Vertraulichkeit.
VIA verbindet das Führungskräftenetzwerk von Valdivia Consulting mit einem eigenen Netzwerk erfahrener Interim-Manager aus den Bereichen Immobilien, Finanzdienstleistungen und verwandten Branchen. Bei Bedarf können erste Gespräche mit potenziellen Kandidaten auf vollständig anonymisierter Basis stattfinden.
IV. Eine gezielte Auswahl – nicht zehn Lebensläufe
Unser Ziel ist es nicht, so viele Profile wie möglich präsentieren. Es geht darum, die wenigen zu identifizieren, die wirklich relevant sind. VIA präsentiert daher eine gezielte Auswahl verfügbarer Interim-Manager, einschließlich ihrer Erfahrung, Verfügbarkeit, ihres Standorts, ihres Tagessatzes und – was am wichtigsten ist – ihrer Eignung für die jeweilige Situation.
Die entscheidende Frage lautet: Kann diese Person in das Unternehmen einsteigen und sofort Verantwortung übernehmen?
Für einen Interim-CFO könnte das bedeuten, innerhalb weniger Tage glaubwürdig mit Banken, Investoren, Aktionären, Wirtschaftsprüfern und dem gesamten Führungsteam zusammenzuarbeiten. Bei anderen Einsätzen stehen möglicherweise Transformation, Restrukturierung, Teamführung oder die operative Umsetzung im Vordergrund. Interim-Management beginnt daher nicht mit einem Lebenslauf. Es beginnt mit der Situation, die gelöst werden muss.
V. Start – oft sehr kurzfristig
Sobald der bevorzugte Interim-Manager identifiziert wurde, werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vereinbart und der Auftrag kann beginnen. In einer echten Interim-Situation ist Schnelligkeit oft Teil der Lösung. Unser Engagement endet nicht mit dem Beginn des Auftrags.
VIA bleibt während des gesamten Mandats mit beiden Seiten in Kontakt. Interim-Situationen entwickeln sich häufig weiter. Denn was als Vertretung bei einer Vakanz beginnt, kann sich zu einem Transformationsmandat entwickeln. Prioritäten können sich ändern. Neue Herausforderungen können auftauchen. Oder der Auftrag sorgt für mehr Klarheit darüber, welches Profil der feste Nachfolger mitbringen muss. Eine regelmäßige Abstimmung hinsichtlich der Ziele und Erwartungen bleibt daher während des gesamten Auftrags wichtig.
Was benötigen wir für den Start? Nicht viel:
- Funktion.
- Situation.
- Standort.
- Zeitpunkt.
- Voraussichtliche Dauer.
- Hauptziel.
Das reicht in der Regel für ein erstes vertrauliches Gespräch aus.
Schildern Sie uns die Situation.