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Wenn der CFO fehlt:

Handlungsfähigkeit und Zukunftssicherheit sichern

25.08.2026
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Von Antho­ny Baum­ruk, Part­ner bei VALDIVIA

Was passiert, wenn eine zentrale Führungspo­si­tion im Finanzbere­ich kurzfristig vakant wird? Wer übern­immt Verant­wor­tung gegenüber Banken, Inve­storen und Gesellschaftern? Und wie lassen sich wichtige Finanzierungs‑, Report­ing- und Steuerungs­the­men ohne Unter­brechung fortführen?

Für Unternehmen ist der Ausfall eines CFO heute weit mehr als eine offene Posi­tion im Organ­i­gramm. Die Rolle hat sich in den vergan­genen Jahren deut­lich verän­dert. CFOs verant­worten nicht nur Zahlen und Abschlüsse, sondern übernehmen zunehmend strate­gis­che Verant­wor­tung für Finanzierung, Trans­for­ma­tion und Unternehmensentwicklung.

Entsprechend entste­ht bei einer Vakanz häufig nicht nur eine oper­a­tive Lücke, sondern auch ein Verlust an Führung und Steuerungs­fähigkeit. Die entschei­dende Frage lautet deshalb nicht allein, wie schnell eine Nach­folge gefun­den werden kann. Eben­so wichtig ist, wie die Hand­lungs­fähigkeit des Unternehmens kurzfristig sichergestellt wird und welche Anforderun­gen künftig an die Rolle gestellt werden.

Stabil­ität schaf­fen und Prior­itäten setzen

Zunächst gilt es, Trans­parenz über die kritis­chen Themen zu schaf­fen: Wie ist die Liquid­itätssi­t­u­a­tion? Welche Finanzierun­gen oder Report­ing-Anforderun­gen haben Prior­ität? Wo beste­hen unmit­tel­bare Risiken?

Je nach Ausgangssi­t­u­a­tion können spezial­isierte Berater zusät­zliche Exper­tise einbrin­gen, beispiel­sweise bei Finanzierun­gen, Restruk­turierun­gen, Transak­tio­nen oder steuer­lichen Fragestel­lun­gen. Entschei­dend ist jedoch, die rele­van­ten Themen frühzeit­ig zu iden­ti­fizieren und die passenden Kompe­ten­zen gezielt einzusetzen.

Warum Inter­im Manage­ment eine Schlüs­sel­rolle einnehmen kann

Fach­liche Unter­stützung allein löst jedoch nicht die Führungsfrage.

Gerade in Über­gangsphasen braucht es eine verant­wortliche Person, die Prior­itäten setzt, Entschei­dun­gen koor­diniert und als Ansprech­part­ner für Geschäfts­führung, Gesellschafter, Banken und Inve­storen fungiert. Ein erfahren­er Inter­im CFO kann diese Rolle kurzfristig übernehmen und gleichzeit­ig die Finan­zor­gan­i­sa­tion stabilisieren.

Damit schafft Inter­im Manage­ment nicht nur oper­a­tive Entlas­tung. Es ermöglicht Unternehmen auch, die notwendi­ge Zeit für eine sorgfältige und langfristig tragfähige Nach­fol­geregelung zu gewinnen.

Warum Führung auf Zeit zunehmend Teil einer moder­nen Person­al­strate­gie wird, haben wir bere­its vergan­genen Monat in meinem Beitrag mein­er neuen Reihe zu Inter­im-Themen beleuchtet. Dort zeige ich auf, wie Unternehmen kritis­che Über­gangsphasen absich­ern können, ohne strate­gis­che Person­alentschei­dun­gen unter Zeit­druck tref­fen zu müssen.

Die Vakanz als Chance nutzen

So heraus­fordernd eine kurzfristige CFO-Vakanz sein kann: Sie bietet häufig auch die Möglichkeit, die Organ­i­sa­tion kritisch zu hinterfragen.

  • Sind Struk­turen und Verant­wortlichkeit­en noch passend?
  • Welche Kompe­ten­zen werden künftig benötigt?
  • Benötigt das Unternehmen verstärkt Finanzierung­sex­per­tise, Trans­for­ma­tion­skom­pe­tenz oder Erfahrung in Wachstumssituationen?

Die Suche nach einem neuen CFO sollte daher nicht automa­tisch das Profil des bish­eri­gen Stel­len­in­hab­ers repro­duzieren. Vielmehr lohnt es sich, die Anforderun­gen der näch­sten Unternehmen­sphase in den Mittelpunkt zu stellen.

Aus einer Vakanz einen gesteuerten Über­gang machen

Erfol­gre­iche Unternehmen betra­cht­en eine CFO-Vakanz nicht auss­chließlich als Beset­zung­sprob­lem. Sie nutzen die Über­gangsphase, um kurzfristige Stabil­ität mit langfristiger Weit­er­en­twick­lung zu verbinden.

In der Prax­is greifen dabei häufig drei Elemente ineinan­der: Spezial­isierte Berater liefern gezielte Exper­tise, ein Inter­im CFO übern­immt kurzfristig Führung und Verant­wor­tung, während paral­lel die langfristige Nach­folge vorbere­it­et wird. So entste­ht aus einer uner­warteten Vakanz kein Still­stand, sondern ein aktiv gestal­teter Übergang.

Mit VIA – Valdivia Inter­im Asso­ciates begleit­en wir Unternehmen gezielt in Situ­a­tio­nen, in denen Geschwindigkeit, Trans­for­ma­tion und Umset­zungskraft gefragt sind: bei Vakanzen, Restruk­turierun­gen, Turn­arounds, Wach­s­tum­sphasen oder strate­gis­chen Projekten.

Inter­im Manage­ment verste­hen wir dabei nicht als bloße Über­brück­ung, sondern als gezielt einge­set­zte Führungsres­source auf Zeit.

Quellen

  1. PwC / WHU: The Digi­tal CFO 2026 – Studie zur Digi­tal­isierung der Finanz­funk­tion in der DACH-Region
  2. Deloitte: Finance Trends 2026
  3. Valdivia Consult­ing GmbH, Newsroom

(Bildquelle: Valdivia Consult­ing GmbH in Koop­er­a­tion mit new office GmbH)

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