„Für uns sind das nicht einfach Geschenke — es ist das Gefühl, dass wir nicht allein sind und dass man an unsere Kinder denkt. Ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung haben den Kindern Freude geschenkt, mir Kraft und den Glauben an das Gute gegeben.“
Switlana, alleinerziehende Mutter von drei Kindern aus Katschaly in der Region Kyjiw
Freude schenken, zumal zu Weihnachten, ist etwas Großartiges. Denn Sie beschenken auch sich selbst. Dieses Gefühl kennen wir Valdivia nun schon seit fünf Jahren: die Vorbereitung, das Einpacken, die Abgabe an der Sammelstelle – immer begleitet von dem Gedanken, wie ein Kind mit strahlenden Augen das Päckchen öffnet. Viel zu oft ist es die einzige Weihnachtsfreude, die es bekommen wird. Wie zum Beispiel für Tymoschko, als er seinen Traktor bekam …
Tymoschko und der Traktor
Es war ein harter Winter 2025/2026 in Stara Burda, einem Dorf nahe Kyjiw – der dritte nun schon in diesem grausamen Krieg. Häufig fiel der Strom aus. Meistens nachts heulten die Sirenen, und immer wieder mussten Eltern ihre Kinder aus den warmen Betten holen und in die Schutzräume bringen. Dann bebte der Boden von den Einschlägen russischer Drohnen und Raketen, oft über Stunden.
Tymoschko ist erst fünf Jahre alt … und hat bereits traurige Erfahrung mit diesem Krieg. Er und seine Geschwister kennen nichts anderes. Trost und Halt kann ihnen nur ihre Mutter Uljana geben. Sie ist immer für alle da. Tröstet, hört zu, nimmt sie in den Arm. Dieser Halt in der Familie hat Tymoschko geholfen, sich trotz aller Widrigkeiten seine unbefangene, kindliche Begeisterung für die Welt zu erhalten und – wie viele Jungen in seiner ländlichen Region – sein Interesse an Technik: für Traktoren, für Mähdrescher, kurz, für alles, was Räder und einen Motor hat. Den ganzen Herbst über erzählte er seiner Mutter, von welchem Traktor er zu Weihnachten träumte: groß, grün und „wie ein echter“. Uljana hörte ihm oft mit einem Lächeln zu, doch sie wusste: In einer Familie, die inmitten eines Krieges mehrere Kinder großzieht, bleibt für solche Geschenke nur selten Geld übrig.
Doch dann kam Weihnachten. Und zwischen Sirenengeheul, Luftangriffen und kalten Abenden ohne Strom wurde ein großer Karton zum Haus gebracht. Als wollte jemand aus der Ferne sagen: Trotz allem muss die Kindheit weitergehen.
Den Moment, als Tymoschko den Karton öffnete, schilderte Uljana uns in aller Eindrücklichkeit: Die Hände schossen ihm an den Kopf, sein Mund öffnete sich zu einem stummen „Oh“, und seine Augen – riesig, ungläubig und glücklich – konnten sich nicht von dem grünen Traktor mit den gelben Rädern lösen. Uljana lachte und weinte zugleich vor Glück. In diesem Augenblick schienen Krieg und Winter für einen Moment wie ausgeblendet, und es gab nur eines: Tymoschko und seinen Traktor aus dem Weihnachtspaket.

Heute ist der Traktor fast ein Familienmitglied. Tymoschko nimmt ihn überallhin mit. Immer wieder zeigt er seinen Geschwistern, wie so ein Traktor funktioniert, und hantiert damit wie ein erfahrener Landmann.
Mitmachen: viele Wege zur Freude
Es muss nicht immer ein großer Traktor sein. In die Weihnachtspäckchen passt vieles, was Freude macht oder einfach dringend gebraucht wird. Eine Übersicht mit allen Informationen zur jährlichen Weihnachtspäckchen-Aktion der Stiftung Kinderzukunft finden Sie auf der Aktionsseite Einzelheiten zu möglichen Inhalten in der FAQs.
Beteiligen können sich auch Unternehmen, Vereine oder Schulklassen. Und das nicht nur mit einzelnen Päckchen:
- Sie können eine Sammelstelle anmelden.
- Sie können Verwandte, Freunde, Bekannte, Vereinsmitglieder oder Arbeitskolleg:innen ansprechen und auf die Aktion hinweisen.
- Sie können auf der Aktionsseite Werbemittel downloaden und verteilen.
- Sie können die Social-Media-Postings der Stiftung Kinderzukunft auf Facebook, YouTube, Instagram und LinkedIn abonnieren und weiterteilen.
- Sie können die Transporte der Weihnachtspäckchen mit einer Spende von 4 € pro Päckchen unterstützen (Information zum Spendenkonto am Ende des Beitrags).
So kommt Freude an: die wichtigsten Daten
- Anmeldung für Päckchen und als Sammelstelle
Am besten sofort über das Online-Formular
- Sammlung der Päckchen
- Oktober bis 23. November 2026
- Abholung bei den Sammelstellen
November bis 11. Dezember 2026
Weil es mehr bedeutet
Wie viel ein Geschenk bedeutet, hängt stark von den Umständen ab. Was in einem wohlhabenden Umfeld schnell in der Fülle untergeht, kann für ein Kind in der Ukraine, Rumänien sowie Bosnien und Herzegowina eine ganz andere Bedeutung haben. Die Weihnachtspäckchen, die die Stiftung Kinderzukunft verteilt, sind deshalb mehr als Gegenstände:
„Bei dieser Päckchenverteilung wurde noch einmal deutlich, wie wichtig es für die Kinder ist, Aufmerksamkeit, Wärme und aufrichtiges Interesse von Erwachsenen zu spüren. Selbst ein kleines Geschenk, begleitet von lebendiger Kommunikation, kann zu einer kraftvollen Quelle der Unterstützung und Hoffnung werden.“
Iryna, Psychologin beim Samariterbund Kyjiw

Stiftung Kinderzukunft
Rabenaustraße 1a, D‑63584 Gründau
Vera Berding
Leiterin Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Mitglied der Geschäftsleitung
Tel.: +49 60 51 48 18 14
Fax: +49 60 51 48 18 10
E‑Mail: vera.berding@kinderzukunft.de
Web: www.kinderzukunft.de
Spendenkonto: Commerzbank Hanau
IBAN: DE79 5064 0015 0222 2222 00
BIC: COBADEFFXXX
Bitte geben Sie im Verwendungszweck „Valdivia Zukunft“ an.
(Bildquelle: Stiftung Kinderzukunft)