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Wie ein Traktor Weihnachten zum Fest macht:

Die Weihnachtspäckchen-Aktion der Stiftung Kinderzukunft

21.10.2026
  • Zukunft

 „Für uns sind das nicht einfach Geschenke — es ist das Gefühl, dass wir nicht allein sind und dass man an unsere Kinder denkt. Ihre Aufmerk­samkeit und Unter­stützung haben den Kindern Freude geschenkt, mir Kraft und den Glauben an das Gute gegeben.“

Swit­lana, allein­erziehende Mutter von drei Kindern aus Katschaly in der Region Kyjiw

Freude schenken, zumal zu Weih­nacht­en, ist etwas Großar­tiges. Denn Sie beschenken auch sich selb­st. Dieses Gefühl kennen wir Valdivia nun schon seit fünf Jahren: die Vorbere­itung, das Einpack­en, die Abgabe an der Sammel­stelle – immer begleit­et von dem Gedanken, wie ein Kind mit strahlen­den Augen das Päckchen öffnet. Viel zu oft ist es die einzige Weih­nachts­freude, die es bekom­men wird. Wie zum Beispiel für Tymoschko, als er seinen Trak­tor bekam …

Tymoschko und der Traktor

Es war ein harter Winter 2025/2026 in Stara Burda, einem Dorf nahe Kyjiw – der dritte nun schon in diesem grausamen Krieg. Häufig fiel der Strom aus. Meis­tens nachts heul­ten die Sire­nen, und immer wieder mussten Eltern ihre Kinder aus den warmen Betten holen und in die Schutzräume brin­gen. Dann bebte der Boden von den Einschlä­gen russis­ch­er Drohnen und Raketen, oft über Stunden.

Tymoschko ist erst fünf Jahre alt … und hat bere­its trau­rige Erfahrung mit diesem Krieg. Er und seine Geschwis­ter kennen nichts anderes. Trost und Halt kann ihnen nur ihre Mutter Uljana geben. Sie ist immer für alle da. Tröstet, hört zu, nimmt sie in den Arm. Dieser Halt in der Fami­lie hat Tymoschko geholfen, sich trotz aller Widrigkeit­en seine unbe­fan­gene, kindliche Begeis­terung für die Welt zu erhal­ten und – wie viele Jungen in sein­er ländlichen Region – sein Inter­esse an Tech­nik: für Trak­toren, für Mähdresch­er, kurz, für alles, was Räder und einen Motor hat. Den ganzen Herb­st über erzählte er sein­er Mutter, von welchem Trak­tor er zu Weih­nacht­en träumte: groß, grün und „wie ein echter“. Uljana hörte ihm oft mit einem Lächeln zu, doch sie wusste: In einer Fami­lie, die inmit­ten eines Krieges mehrere Kinder großzieht, bleibt für solche Geschenke nur selten Geld übrig.

Doch dann kam Weih­nacht­en. Und zwis­chen Sire­nenge­heul, Luftan­grif­f­en und kalten Aben­den ohne Strom wurde ein großer Karton zum Haus gebracht. Als wollte jemand aus der Ferne sagen: Trotz allem muss die Kind­heit weitergehen.

Den Moment, als Tymoschko den Karton öffnete, schilderte Uljana uns in aller Eindrück­lichkeit: Die Hände schossen ihm an den Kopf, sein Mund öffnete sich zu einem stum­men „Oh“, und seine Augen – riesig, ungläu­big und glück­lich – konnten sich nicht von dem grünen Trak­tor mit den gelben Rädern lösen. Uljana lachte und weinte zugle­ich vor Glück. In diesem Augen­blick schienen Krieg und Winter für einen Moment wie ausge­blendet, und es gab nur eines: Tymoschko und seinen Trak­tor aus dem Weihnachtspaket.

Heute ist der Trak­tor fast ein Fami­lien­mit­glied. Tymoschko nimmt ihn über­all­hin mit. Immer wieder zeigt er seinen Geschwis­tern, wie so ein Trak­tor funk­tion­iert, und hantiert damit wie ein erfahren­er Landmann.

Mitmachen: viele Wege zur Freude

Es muss nicht immer ein großer Trak­tor sein. In die Weih­nacht­späckchen passt vieles, was Freude macht oder einfach drin­gend gebraucht wird. Eine Über­sicht mit allen Infor­ma­tio­nen zur jährlichen Weih­nacht­späckchen-Aktion der Stiftung Kinderzukun­ft find­en Sie auf der Aktion­s­seite Einzel­heit­en zu möglichen Inhal­ten in der FAQs.

Beteili­gen können sich auch Unternehmen, Vere­ine oder Schulk­lassen. Und das nicht nur mit einzel­nen Päckchen:

  • Sie können eine Sammel­stelle anmelden.
  • Sie können Verwandte, Freunde, Bekan­nte, Vere­ins­mit­glieder oder Arbeitskolleg:innen ansprechen und auf die Aktion hinweisen.
  • Sie können auf der Aktion­s­seite Werbe­mit­tel down­load­en und verteilen.
  • Sie können die Social-Media-Post­ings der Stiftung Kinderzukun­ft auf Face­book, YouTube, Insta­gram und LinkedIn abon­nieren und weiterteilen.
  • Sie können die Trans­porte der Weih­nacht­späckchen mit einer Spende von 4 € pro Päckchen unter­stützen (Infor­ma­tion zum Spendenkon­to am Ende des Beitrags).

So kommt Freude an: die wichtig­sten Daten

  • Anmel­dung für Päckchen und als Sammelstelle
    Am besten sofort über das Online-Formu­lar
  • Samm­lung der Päckchen
  1. Okto­ber bis 23. Novem­ber 2026
  • Abhol­ung bei den Sammelstellen
    Novem­ber bis 11. Dezem­ber 2026

Weil es mehr bedeutet 

Wie viel ein Geschenk bedeutet, hängt stark von den Umstän­den ab. Was in einem wohlhaben­den Umfeld schnell in der Fülle unterge­ht, kann für ein Kind in der Ukraine, Rumänien sowie Bosnien und Herze­gow­ina eine ganz andere Bedeu­tung haben. Die Weih­nacht­späckchen, die die Stiftung Kinderzukun­ft verteilt, sind deshalb mehr als Gegenstände:

„Bei dieser Päckchen­verteilung wurde noch einmal deut­lich, wie wichtig es für die Kinder ist, Aufmerk­samkeit, Wärme und aufrichtiges Inter­esse von Erwach­se­nen zu spüren. Selb­st ein kleines Geschenk, begleit­et von lebendi­ger Kommu­nika­tion, kann zu einer kraftvollen Quelle der Unter­stützung und Hoff­nung werden.“

Iryna, Psycholo­gin beim Samariter­bund Kyjiw

Stiftung Kinderzukun­ft

Rabenaus­traße 1a, D‑63584 Gründau

Vera Berd­ing

Leit­erin Market­ing und Öffentlichkeit­sar­beit, Mitglied der Geschäftsleitung

Tel.: +49 60 51 48 18 14

Fax: +49 60 51 48 18 10

E‑Mail: vera.berding@kinderzukunft.de

Web: www.kinderzukunft.de

Spendenkon­to: Commerzbank Hanau

IBAN: DE79 5064 0015 0222 2222 00

BIC: COBADEFFXXX

Bitte geben Sie im Verwen­dungszweck „Valdivia Zukun­ft“ an.

 

(Bildquelle: Stiftung Kinderzukunft)

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