Seit 35 Jahren bietet das Aldea Infantil unserer Partnerstiftung Kinderzukunft Kindern im Hochland Guatemalas einen Ort der Geborgenheit, der Bildung und neuen Perspektiven. Für Albertina, eine der Hausmütter des Kinderdorfs nahe Quetzaltenango, zeigt sich der Erfolg dieser Idee jeden Tag aufs Neue: „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder Vertrauen fassen, wachsen und ihren eigenen Weg finden. Sie geben so viel zurück – mit ihrem Lachen und ihrer Entwicklung.“
Dreieinhalb Jahrzehnte existiert das Aldea Infantil nun – ein Jubiläum und ein Erfolgsbeweis. Denn ein solcher Erfolg stand keineswegs fest, als das Kinderdorf 1991 gegründet wurde. Würden Spenden und Engagement reichen? Und wie entwickelte sich das soziale und politische Umfeld? Nur an einem gab es keinen Zweifel: Der Bedarf war riesig.
Guatemala – wo Kindern Chancen fehlen
Guatemala ist ein armes Land. Über die Hälfte der Menschen lebte damals und lebt auch heute unterhalb der offiziellen Armutsgrenze1,2. Die Folgen zeigen sich oft in instabilen Familienverhältnissen, Gewalt, Vernachlässigung und mangelnder Versorgung von Kindern, die manchmal sogar verstoßen und sich selbst überlassen werden. Doch selbst wo Kinder noch in ihrer Familie leben, fehlt oft der Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung; nicht einmal eine regelmäßige Ernährung ist sichergestellt.
Ein Ort, um einfach Kind zu sein
Einen Ort der Geborgenheit vor solch prekären Lebenssituationen wollte der Gründer Rudolf Walther schaffen. So folgte das Aldea Infantil von Anfang an einem ganzheitlichen Konzept, das den Kindern mehr bot als Nahrung und Unterkunft. Die Kinder – insgesamt knapp 700 seit der Gründung – leben in familiären Hausgemeinschaften und erfahren so verlässliche Beziehungen in einem geschützten Umfeld. Sie gehen zur Schule, lernen fürs Leben – und dürfen einfach Kind sein. Regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten und medizinische Betreuung sichern das körperliche Wohl. Ein Team aus Pädagog:innen, Sozialarbeiter:innen und Betreuer:innen begleitet sie liebevoll auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft.

Perspektiven durch Bildung
Vieles ist in den 35 Jahren seit der Gründung entstanden, vor allem ein stabiles, funktionierendes Gemeinwesen, das auch Unterstützer:innen wie uns überzeugt: „Zu sehen, wie nachhaltig hier gearbeitet wird und welche Entwicklung die Kinder nehmen, ist beeindruckend. Das Kinderdorf schenkt echte Perspektiven – und genau das macht den Unterschied.“ sagte Katrin N., eine Unterstützerin, die das Kinderdorf in Guatemala (2022) persönlich besuchte.
132 Kinder leben heute im Aldea Infantil. Dort erhalten sie nicht nur eine solide Schulbildung mit insgesamt 14 Fächern in acht Klassenstufen. Durch verschiedene Ausbildungsgänge wie z. B. als Schreiner:in oder Kfz-Mechaniker:in können sie sich ein eigenständiges Leben aufbauen. Auch außerhalb des Dorfes sind die meisten als junge Erwachsene erfolgreich – etwa als Ernährungsspezialistin, Grafikdesigner oder Touristikfachfrau. So öffnet das Aldea Infantil den Kindern echte Perspektiven, wie der siebenjährige Juan bestätigt: „Ich liebe die Schule. Ich möchte später Lehrer werden.“
Wirkung über das Dorf hinaus
Inzwischen hat sich das Dorf zum Hoffnungsträger für die gesamte Region entwickelt. So besuchen viele externe Kinder aus armen Familien der Umgebung die Schule des Aldea Infantil. Hier erhalten sie außerdem eine kostenlose Mahlzeit – für manche die einzige am Tag. Zusätzlich fährt das medizinische Personal regelmäßig in zwei Hochlanddörfer, La Esperanza und Monrovia, um die Kinder dort zu untersuchen, zu impfen und wenn möglich auch zu behandeln.
35 Jahre – Grund zum Feiern
Im November ist es so weit: Das Jubiläum bringt Kinder, Betreuer:innen sowie zahlreiche Unterstützer:innen und Paten zu einer großen Feier zusammen. Auch Jessica Böser von Valdivia wird dabei sein und das Kinderdorf persönlich kennenlernen.
Die Kinder jedenfalls brennen schon heute darauf, das Jubiläum aktiv mitzugestalten: Sie planen Aufführungen, bereiten eine Schau traditioneller Trachten vor und möchten den Gästen Einblicke in ihre Kultur und ihren Alltag geben. Abgerundet wird das Programm durch landestypische Speisen und Aufführungen, die die Vielfalt und Lebensfreude des Landes vermitteln.
Es kostet wenig, viel zu tun
Mitmachen macht Freude – den Kindern und auch den Unterstützer:innen, wie unser Geschäftsführer Daniel Bauer bei seinem Besuch 2023 erfuhr. So sind zum Beispiel weniger als 100 Euro nötig, um einem Kind alles zu geben, was für ein Jahr Schulbesuch benötigt wird. Denn oft sind es überraschend geringe Beträge, die für die Kinder einen großen Unterschied machen:
- Mit 95 Euro ermöglichen Sie einem Kind die Ausstattung für ein ganzes Schuljahr und damit die Bildung, die der Schlüssel zu einem eigenständigen Leben ist.
- Viele Kinder haben nie eigene und intakte Kleidung getragen, bevor sie ins Aldea Infantil kamen. Mit 140 Euro helfen Sie, Kinder mit Kleidung und Schuhen zu versorgen – ein grundlegendes Element von Würde und Selbstsicherheit.
- Mit 28 Euro pro Woche sichern Sie die tägliche Versorgung eines Kindes mit gesunden Mahlzeiten – die Grundlage für Entwicklung, Lernen und Gesundheit.
- Mit einer monatlichen Patenschaft ab 39 Euro begleiten Sie ein Kind langfristig, schenken ihm Stabilität und echte Zukunftsperspektiven.
Daneben gibt es viele weitere Möglichkeiten, einen kleinen oder größeren Beitrag zu leisten und die Zukunft des Aldea Infantil zu sichern. So unterstützen wir als Unternehmen zum Beispiel dauerhaft ein ganzes Familienhaus. Auch Schulen, Vereine, Stiftungen oder Projektpartner finden leicht Lösungen, die ihren finanziellen Möglichkeiten entsprechen.
Eines aber ist gewiss, gleich welchen Beitrag Sie leisten können: Wie auch wir von Valdivia erfahren haben, kann sich daraus schnell eine echte, persönliche Beziehung entwickeln, die den Gebenden ebenso viel Freude bereitet wie den Empfängern.
Stiftung Kinderzukunft
Rabenaustraße 1a, D‑63584 Gründau
Vera Berding
Leitung Marketing & PR, Mitglied der Geschäftsleitung
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BIC: COBADEFFXXX
Bitte geben Sie im Verwendungszweck „Valdivia Zukunft — Kinderdorf Guatemala“ an.
Quellen
- „Poverty in Guatemala“, The International Bank for Reconstruction and Development / The World Bank, 2004
- „Poverty: Share of population living on less than $8.30 a day“, Our World in Data, 2025
- Bildquellen: Stiftung Kinderzukunft
(Bildquelle: Stiftung Kinderzukunft)