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Farben, Freude und
Gemeinschaft:
Ostern im Kinderdorf

07.04.2026
  • Zukunft

„Ostern im Kinderdorf bedeutet für mich, dass wir die Auferstehung von Jesus feiern. Es ist eine besondere und schöne Zeit für uns.“

Das schreibt uns Angel, einer der Jungen aus Haus 11. Meist ist er einer der ruhigeren in der Gruppe. Doch zu Ostern sieht man ihn ausge­lassen­er als sonst. Denn Ostern ist in Guatemala etwas ganz Beson­deres: das bei weit­em wichtig­ste Fest im Kalen­der – auch für die Kinder und Erwach­se­nen im Aldea Infan­til der Stiftung Kinderzukun­ft. In der Zeit vor Ostern und vor allem in der Karwoche ist das ganze Kinder­dorf von einer mitreißen­den Freude erfüllt, die durch die Briefe von Patenkindern und der Dorfleitung bis zu uns in Deutsch­land ausstrahlt … eine Freude, die wir heute im Valdivia News­room mit Ihnen teilen wollen.

Die Semana Santa – lebendi­ge Tradition

Schon ab Ascher­mittwoch ziehen an manchen Orten in Guatemala Prozes­sio­nen über bunte Blüten- und Säge­mehltep­piche, um an das Leiden und die Aufer­ste­hung Jesu Christi zu erin­nern. Spanis­che Mission­are bracht­en die Tradi­tion der „alfom­bras“ genan­nten Teppiche nach Mitte­lameri­ka, die auch bei uns in manchen katholis­chen Gemein­den an Fron­le­ich­nam fortbeste­ht. Höhep­unkt in Guatemala ist die Karwoche, die „Semana Santa“. 2023 säumten weit über drei Millio­nen Besucher:innen die Straßen, darunter rund 130.000 Tourist:innen aus dem Ausland1. Inter­na­tion­al am bekan­ntesten sind die Feier­lichkeit­en in der Stadt Antigua; sie zählen zu den beein­druck­end­sten in ganz Lateinamerika.

Im Aldea Infan­til greifen die Kinder diese Tradi­tion jedes Jahr mit großer Begeis­terung auf. Gemein­sam färben sie das Säge­mehl, über­legen sich Muster und Motive und bere­it­en die Flächen vor, auf denen später die Teppiche entste­hen. Für manche ist es das erste Mal, dass sie selb­st aktiv an einer jahrhun­derteal­ten Tradi­tion ihres Landes mitwirken. Aus einfachen Mate­ri­alien entste­hen so farben­fro­he Muster und Motive – und zugle­ich Erleb­nisse, die die Kinder miteinan­der verbinden.

Ein Fest der Farben und der Freude

„An Jesus denken und gemein­sam feiern,“ so der junge Alon­zo, ist ihm wichtig – um dann prak­tisch fortz­u­fahren: „Das Säge­mehl zu färben, macht mir am meis­ten Spaß.“ Die Freude am gemein­samen Legen der Alfom­bras teilen alle im Dorf: „Am schön­sten finde ich es, die Teppiche zu gestal­ten – beson­ders, wenn wir Kreuze legen.“ – Sara. „Das Schön­ste ist, die Muster zu gestal­ten und Farben zu mischen – gemein­sam mit meinen Freun­den. So wird Ostern hier bunt und lebendig.“ – Pedro. „Wir färben gemein­sam das Säge­mehl, und jede Farbe hat eine Bedeu­tung. Das zusam­men mit Freun­den und Fami­lie zu machen, ist etwas ganz Beson­deres.“ – Magdalena.

Auch die Haus­müt­ter sind beein­druckt vom Eifer der Kinder bei der Gestal­tung der vergänglichen Kunst­werke. „Während der Vorbere­itun­gen sehe ich, wie viel Freude die Kinder beim Färben des Säge­mehls und beim Gestal­ten der Teppiche haben. Sie arbeit­en miteinan­der, lachen viel und erleben sich als Gemein­schaft. Es ist echte Teamar­beit. Die Kinder unter­stützen sich gegen­seit­ig und sind stolz auf das, was sie gemein­sam schaf­fen,“ schreibt uns zum Beispiel Susy Sarg. Eben­so Magda Asen­cio: „Man spürt den Zusam­men­halt. Die Größeren übernehmen Verant­wor­tung, und die Jüngeren lernen mit Begeis­terung dazu.“

Wo die Oster­botschaft noch lebendig ist

Das Oster­fest ist wie kein zweites der Anlass, an dem sich die Bedeu­tung des Aldea Infan­til für die Entwick­lung der Kinder zeigt. In der Gestal­tung der Alfom­bras wird die christliche Botschaft fühlbar. So schreibt uns Pedro: „Ostern bedeutet für mich, dass wir uns an den Tod und die Aufer­ste­hung von Jesus erin­nern. Es ist eine Zeit, in der wir zusam­men­hal­ten.“ Und die Haus­mut­ter Lili­bet Santi­zo: „Die Erin­nerung an die Kreuzi­gung ist für mich ein Moment tiefer Dankbarkeit. Es ist ein Augen­blick, in dem wir über Liebe, Opfer­bere­itschaft und Hoff­nung sprechen – Werte, die wir den Kindern mitgeben möchten.“

Auch für Sie … für uns alle … haben die Kinder des Aldea Infan­til eine Botschaft. Auf die Frage „Was würdest du jeman­dem erzählen, der Ostern hier noch nie erlebt hat?“ antwortet Pedro: „Ich würde sagen: Komm und gestalte selb­st einmal einen Teppich. Das ist eine wunder­schöne Erfahrung.“ Und Magdale­na: „Wer einmal einen Teppich mit uns gemacht hat, weiß, wie beson­ders diese Zeit ist.“ … eine Einladung, die wir nur unter­schreiben können! Die Stiftung Kinderzukun­ft hilft Unterstützer:innen gerne dabei, das Aldea Infan­til persön­lich kennen­zuler­nen wie schon Valdivia-Geschäfts­führer Daniel Bauer vor eini­gen Jahren.

Die farben­fro­hen Alfom­bras sind vergänglich, doch die Erfahrung der Kinder bleibt: Gemein­schaft, Verant­wor­tung, das Bewusst­sein, Teil von etwas Größerem zu sein. Werte wie diese wach­sen im Allt­ag des Aldea Infan­til – auch dank der Menschen, die das Kinder­dorf unter­stützen und begleiten.

Wie Sie konkret helfen können:

Schon mit vergle­ich­sweise kleinen Beträ­gen lässt sich Großes bewirken:

47 € ermöglichen einem Kind einen Schul­ranzen, Hefte und Schreib­ma­te­ri­alien – die Grund­lage für einen erfol­gre­ichen Start ins Lernen.

95 € sich­ern regelmäßige warme Mahlzeit­en und geben einem Kind die nötige Energie für jeden Schultag.

245 € deck­en eine umfassende Versorgung ab – mit Nahrung, Schul­ma­te­ri­alien und medi­zinis­ch­er Betreu­ung. Für ein gesun­des Aufwach­sen und echte Zukunftschancen.

500 € unter­stützen mehrere Kinder nach­haltig mit Bildung, Ernährung und Schutz – und tragen dazu bei, Perspek­tiv­en langfristig zu sichern.

Jeder Beitrag zählt. Und jeder Beitrag verän­dert Leben.

 

Stiftung Kinderzukun­ft

Rabenaus­traße 1a, D‑63584 Gründau

Tel.: +49 60 51 48 18 14

Fax: +49 60 51 48 18 10

E‑Mail: vera.berding@kinderzukunft.de

Web: www.kinderzukunft.de

Spendenkon­to: Commerzbank Hanau

IBAN: DE79 5064 0015 0222 2222 00

BIC: COBADEFFXXX

Bitte geben Sie im Verwen­dungszweck „Valdivia Zukun­ft — Kinder­dorf Guatemala“ an.

 

Quellen

  1. Tourism News From CATA Member Regions, Centroaméri­ca, Febru­ar 2024

 

(Bildquelle: Stiftung Kinderzukunft)

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