Führungslücke?
So funktioniert
Interim Management
in Deutschland
Anthony Baumruk erklärt heute, wie Interim Management in Deutschland funktioniert.
So begeistern Sie neue Kolleg:innen von Anfang an
Was macht Onboarding heute anders und auch wichtiger als früher?
Äußerlich scheint sich wenig verändert zu haben – von der Begrüßungsrunde durchs Unternehmen bis zur fachlichen Einweisung. Mit einem neuen Verständnis nachhaltiger Führung wird man jedoch heute vor allem seine Bedeutung anders bewerten: Ein zugewandtes, systematisches Onboarding begeistert neue Mitarbeitende und ist ein wichtigster Faktor für eine langfristige Bindung an Ihr Unternehmen. Wie Sie dies systematisch erreichen können, zeigen wie Ihnen hier im abschließenden, vierten Teil unserer Reihe zur Kandidatenreise im Valdivia Newsroom.
Ein guter Anfang vor dem Anfang
Für Kandidat:innen beginnt das Onboarding im Kopf – oft lange vor dem ersten Arbeitstag. Bereits im Bewerbungsprozess suchen sie das, was für viele der wichtigste Grund ist, sich für einen Arbeitgeber zu entscheiden: ein gutes Arbeitsklima1/2. Ebenso wie Gehalt und Aufgaben muss beim „Preboarding“ das Gefühl stimmen, das Ihr Unternehmen vermittelt – in Gesprächen ebenso wie in Anschreiben oder Informationen für neue Mitarbeitende.
Denn die Probezeit ist leicht zu beenden: 20 Prozent der neu Eingestellten kündigen innerhalb der ersten 100 Tage; weitere 10 Prozent treten eine neue Stelle trotz unterschriebenem Arbeitsvertrag erst gar nicht an3. Auf der anderen Seite identifizieren sich Kandidat:innen stärker mit dem Unternehmen, wenn sie sich bereits in der Phase des Preboarding gut behandelt fühlen. Dies führt zu einer höheren intrinsischen Motivation und Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber4.
Mit Preboarding Vorfreude wecken
Oft liegt ein gewisse Zeitspanne zwischen der Vertragsunterschrift und dem Arbeitsbeginn. Bieten Sie Ihren neu Eingestellten für diese Zeit des Preboarding spezielle Unterseiten Ihrer Website, vielleicht sogar personalisiert mit Zugangscode. Auf diese Weise stärken Sie den Entschluss für Ihr Unternehmen, wecken Vorfreude auf die neue Position und können bereits eine erste Orientierung zu den zukünftigen Aufgaben vermitteln.
Weitere Wünsche neu eingestellter Mitarbeitender fürs Preboarding hat eine Umfrage des HR-Software-Herstellers softgarden 2022 ermittelt5:
Einige dieser Wünsche werden auch häufig erfüllt, am seltensten der nach der Einladung zu einer realen oder virtuellen Voraborientierung oder einem Team-Meeting.
Erwartungen ans Onboarding
Auch Prioritäten und Status zum eigentlichen Onboarding hat die Softgarden-Studie abgefragt:
Zwei Tools für einen gelungenen Einstieg
Ob ein digitales Onboarding sinnvoll ist, hängt natürlich von Größe, Struktur und Ressourcen Ihres Unternehmens ab. In jedem Fall werden digitale Tools wie die Mitarbeiter-App und ein Onboarding-Hub den Wissenstransfer erleichtern und Prozesse effizienter machen.
Auch Bewerbende schätzen übrigens diese Form der Einführung: Rund 70 Prozent empfinden ein virtuell unterstütztes Onboarding als ebenso gut oder besser als rein persönliche Formate5. Ferner kann die Mitarbeiter-App auch weitere Funktionen übernehmen wie etwa, Urlaubsanträge, Krankmeldungen oder Arbeitszeitkonten zu verwalten – nützliche Funktionen, die durch ihren zeitgemäßen Charakter auch das positive Image Ihres Unternehmens stärken.
Fazit
Ein gelungenes Onboarding und auch das früher kaum beachtete Preboarding sind heute wichtige Faktoren für die Mitarbeiterbindung und damit letztlich für den Bestand eines Unternehmens geworden. Wer sich von Anfang an willkommen und wahrgenommen fühlt, wird seltener weiter über alternative Stellenangebote nachdenken und rascher seine volle Leistung in Ihr Unternehmen einbringen. Dazu bieten heute digitale und KI-gestützte Tools wertvolle Hilfen und entlasten HR und Fachabteilungen bei Orientierung und Einarbeitung der neuen Kolleg:innen.
Quellen
(Bildquelle: istockphotos.com)
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