• Expertentipps

Farming 2.0: Mehr Akzeptanz für neue Quartiere

26.04.2022
  • Expertentipps

In dieser Ausgabe unseres Valdivia Exper­ten­tipps wollen wir über eine weit­ere Market­ingtech­nik bericht­en, die ihren Ursprung in der Immo­bilien­branche hat: das „Farm­ing“. Der Begriff stammt aus den USA mit ihrem riesi­gen Eigen­heim-Markt. Doch inzwis­chen ist diese Art der Mark­t­bear­beitung nicht nur in Deutsch­land angekom­men. Sie hat in unseren dicht bebaut­en Ballungszen­tren auch eine neue, wichtige Funk­tion gewon­nen – ein höchst span­nen­des Thema, wie wir bei Valdivia finden.

Das Erfol­gs­ge­heim­nis: Präsenz vor Ort

Farm­ing in sein­er ursprünglichen Form ist inten­sives, regionales Market­ing durch ein ortsan­säs­siges Makler­büro. Die Farm ist die Region – im Ideal­fall ein Mix aus Wohn- und Gewer­bege­bi­eten. Das Erfol­gs­ge­heim­nis eines guten Farm­ers ist die genaue Kennt­nis seines Einzugs­bere­ichs. Er kennt viele Bewohn­er persön­lich und nimmt Teil am Leben vor Ort. Farm­ing umfasst daher weit mehr als Stan­dard­wer­bung wie etwa Flyer in Briefkästen, einen Newslet­ter für Anwohn­er oder Hinweistafeln an vermit­tel­ten Objek­ten. Der Makler engagiert sich auch in lokalen Vere­inen, bringt sich bei Bürg­er­begehren ein und ist bei lokalen Festen persön­lich mit Snacks, Getränken und einem Beratungszelt dabei.

Farm­ing ist also eine Form der Werbung, die neben Geld auch eini­gen Zeitaufwand erfordert. Dafür ist der Streuver­lust mini­mal: Wenn es dem Makler gelingt, sich als guter Nach­bar in sein­er Farm­re­gion zu etablieren, wird er bei Verkäufen und Käufen vor Ort wenig Konkur­renz zu fürcht­en haben. Die Tech­niken system­a­tis­chen Farm­ings haben jedoch in den letzten Jahren gerade für Deutsch­land eine weit­ere, wichtige Bedeu­tung gewon­nen, nämlich für die Erschließung kleiner­er oder größer­er Quartiere.

Auf gute Nach­barschaft: Farm­ing 2.0

Weshalb soll­ten sich aber deutsche Quartiersen­twick­ler heute an der – sehr amerikanis­chen – Idee des Farm­ing orien­tieren? Der Grund ist unsere Sied­lungsstruk­tur. Gerade in den stark gefragten Ballungsräu­men sind freiliegende Flächen selten. Die meis­ten neuen Quartiere müssen inmit­ten beste­hen­der Nach­barschaften gebaut werden. Und da regt sich häufig Wider­stand. Natür­lich kann Market­ing hier keine kluge Raum­pla­nung oder gar die Poli­tik erset­zen. Doch es liegt in aller Inter­esse, das Projekt in über­schaubar­er Zeit zu realisieren.

Farm­ing 2.0 bedeutet nun, auch die nähere Umge­bung einzubeziehen. Denn oft ist es einfach das Gefühl des Über­gan­gen­wer­dens, wenn sich einem geplanten Projekt Einsprüche und Initia­tiv­en entge­gen­stellen. Das primäre Ziel von Farm­ing 2.0 ist es daher, den Bewohn­ern der Nach­barschaft die Vorteile des geplanten Quartiers schmack­haft zu machen – nicht „von außen“ oder „von oben herab“, sondern begleit­et von einem Engage­ment vor Ort. Die Menschen wollen sich ernstgenom­men fühlen. Wichtig­ste Grund­la­gen hier­für sind eine offene Kommu­nika­tion eben­so wie die Einladung, Wünsche, Vorschläge und auch Kritik oder Befürch­tun­gen zu äußern:

  • Einen Einstieg bieten Beiträge in der Lokal­presse, eine Flyerverteilung und ein Infor­ma­tions­büro vor Ort, in dem Besucher*innen einfach auf einen Espres­so vorbeis­chauen können.
  • Online sind neben der Projek­tweb­site die Sozialen Medi­en wichtig – auf Face­book als Seite und Gruppe sowie Präsenz in Nach­barschaft­snet­zw­erken wie Nebenan.de und Nextdoor.de.
  • Über diese Medi­en können auch Infor­ma­tions- und Diskus­sionsver­anstal­tun­gen organ­isiert werden, sobald diese wieder möglich sind.
  • Ähnlich wie in der klas­sis­chen Vari­ante gehört auch beim Farm­ing 2.0 persön­lich­es Engage­ment dazu, z. B. durch die Teil­nahme an und Unter­stützung von Nachbarschaftsfesten.

Im Ideal­fall wird der Quartiers­man­ag­er zur Anlauf­stelle für die gesamte Nach­barschaft und das neue Quarti­er noch vor dem ersten Spaten­stich zu einem sozialen Mittelpunkt. Auf jeden Fall aber nimmt ein offenes, gesprächs­bere­ites Farm­ing 2.0 all jenen den Wind aus den Segeln, die dem Projekt aus reinem Oppo­si­tion­s­geist Steine in den Weg legen wollen.

Cookie-Einstellungen

Diese Website verwendet Cookies, damit wir Ihnen die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Die Cookie-Informationen werden in Ihrem Browser gespeichert und dienen unter anderem dazu, Sie wiederzuerkennen, wenn Sie zu unserer Website zurückkehren, und unserem Team dabei zu helfen, zu verstehen, welche Abschnitte der Website Sie am interessantesten und nützlichsten finden.

Unbedingt notwendige Cookies

Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir Ihre Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.

Wenn Sie diesen Cookie deaktivieren, können wir die Einstellungen nicht speichern. Dies bedeutet, dass Sie jedes Mal, wenn Sie diese Website besuchen, die Cookies erneut aktivieren oder deaktivieren müssen.

Cookies von Drittanbietern

Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.

Wenn Sie dieses Cookie aktiviert lassen, können Sie unsere Website verbessern.