• Zukunft

„One Earth – One Ocean“:
Hoffnung für die Zukunft der Meere

15.01.2025
  • Zukunft

Kann man dem Plas­tik­müll in den Welt­meeren über­haupt noch Herr werden? Über 150 Millio­nen Tonnen sind es nach heutiger Schätzung1; jährlich kommen rund 10 Millio­nen Tonnen dazu. Doch es gibt Hoff­nung. Projek­te wie „One Earth – One Ocean“ stem­men sich gegen die Verschmutzung – Projek­te, die jede Unter­stützung verdi­enen. Einige haben wir Ihnen in unser­er News­room-Rubrik Zukun­ft schon vorgestellt, zulet­zt die Plas­tik­fis­ch­er von 4ocean. Jetzt gehen wir einen Schritt weit­er: Neben der Forschungsar­beit des Alfred-Wegen­er-Insti­tuts fördern wir von Valdivia nun auch die „Maritime Müllentsorgung“ von One Earth – One Ocean, kurz oeoo.

Weltweites Engage­ment, ausgeze­ich­nete Arbeit 

„One Earth – One Ocean e.V.“ ist eine Umwel­tor­gan­i­sa­tion mit Sitz in München sowie Büros in Kiel, Rio de Janeiro, Phnom Penh und Mani­la. Perma­nent ist oeoo heute in acht Ländern aktiv; an weit­eren Orten organ­isiert der Vere­in punk­tuelle Samme­lak­tio­nen. Sein Radius reicht von Brasilien, Ugan­da und Ägypten über Europa bis nach Kambod­scha, Malaysia, Indone­sien und zu den Philippinen.

Der Vere­in engagiert sich außer­dem nation­al und inter­na­tion­al in der Erforschung von Mikro­plas­tik sowie der Bildungs- und Aufk­lärungsar­beit zum Thema Marine Litter­ing. Bere­its 2013 erhielt oeoo für das Konzept der Mariti­men Müllentsorgung den renom­mierten Green­Tec Award, Europas größten Umwelt- und Wirtschaft­spreis. Neben weit­eren Ausze­ich­nun­gen folgten 2017 der Europäis­che Erfind­er­preis, 2019 der Bunde­spreis ecode­sign und 2024 der Plan­et Hero Award.

Maritimer Müll als Wert­stoff mit Zukunft

Für die Maritime Müllentsorgung bieten typis­che Hotspots wie Flussmün­dun­gen und Küstenge­bi­ete die besten Ansatzpunk­te. Hier ist die Konzen­tra­tion der Verschmutzung am höch­sten; der Plas­tik­müll ist noch rela­tiv unzerteilt und schwimmt oft als buch­stäblich­er Teppich an der Ober­fläche. Trau­rige „Spitzen­re­it­er“ sind Flüsse wie der Yangtse, Ganges, Bran­tas, Mekong oder Pasig und die Küsten vor Megac­i­tys wie Jakar­ta, Hongkong, Mani­la oder Rio de Janeiro.

Zugle­ich sind an solchen Orten Zugang, Logis­tik und Energieaufwand über­schaubar. Der Plas­tik­müll kann hier mit rela­tiv einfachen, preiswerten Mitteln gesam­melt werden, bevor er zu Mikro­plas­tik zerfällt oder in die Tiefe absinkt und für die näch­sten Jahrhun­derte die Umwelt schädigt.

Das Konzept der Mariti­men Müllentsorgung geht jedoch weit über das einfache Einsam­meln hinaus. Bere­its heute wird das Mate­r­i­al sorten­rein geord­net und nach Möglichkeit einem Recy­cling zuge­führt. In Zukun­ft will man aus dem Plas­tik­müll auch Energie und Kraft­stoff gewin­nen. Gleichzeit­ig fördert oeoo die soziale Nach­haltigkeit: Helfer:innen vor Ort erhal­ten feste Gehäl­ter und damit eine verlässliche ökonomis­che Grund­lage für sich und ihre Familien.

Ein Elefant, der sauber macht

Die lokalen Projek­te sammeln den Müll vor allem mit Schif­f­en und Booten ein. Dazu betreibt der Vere­in elf kleinere „SeeHamster“-Schiffe für Binnengewäss­er und drei größere „SeeKühe“ in küsten­na­hen Meeres­re­gio­nen. Beide Typen gewin­nen einen Teil ihrer Antrieb­sen­ergie aus Wind- und Solarkraft. Zwei Zodi­ac-Schlauch­boote und lokale Fischer­boote ergänzen die Flotte des oeoo.

Weit größer gedacht ist das Projekt „SeeEle­fant“, der schon in weni­gen Jahren zum Einsatz kommen soll. Das zukün­ftige Flag­gschiff des oeoo soll etwa 180 Meter lang sein und 60.000 Tonnen Plas­tik­müll pro Jahr sammeln und auch verarbeiten:

  • Der Plas­tik­müll wird über eine LVP-Sortier­an­lage im Lader­aum sorten­rein getren­nt, zu Kunst­stoff­ballen gepresst und den Wert­stof­fkreis­läufen an Land zugeführt.
  • Eine Waste-to-Ener­gy-Anlage, die mit aufwändi­ger Filtertech­nik höch­ste inter­na­tionale Emis­sion­s­stan­dards einhält, erzeugt aus den ther­misch verw­ert­baren Sortier­resten elek­trische Energie, die zum großen Teil verkauft und in Strom­net­ze an Land einge­speist werden kann.
  • Eine große Forschung­shalle an Deck bietet Platz und Möglichkeit­en für Analy­sen des Mülls sowie Verar­beitungsver­suche z. B. mittels Waste-to-Fuel-Technologie.

Auch Sie können mitmachen!

Ob für die Gesund­heit von Menschen und Meeresle­be­we­sen oder für die Wirtschaft von der Fischerei bis zur Touris­tik – welchen realen Wert die Arbeit von “One Earth – One Ocean“ hat, lässt sich in Zahlen kaum bemessen. Eines aber ist sich­er: Ohne solche Projek­te wird unser Plan­et bald kein schön­er Ort mehr sein. Darum unter­stützen wir den oeoo und laden auch Sie, unsere Leser:innen, dazu ein! Mehr dazu auf der Website der Organ­i­sa­tion: Ich will helfen.

Valdivia und das Meer – eine tief­gründi­ge Verbindung

Tief­gang in der Leis­tung, Leiden­schaft fürs Meer – so fanden wir unseren Namen Valdivia. Denn „Valdivia“ hieß das erste deutsche Forschungss­chiff, das 1898 zu einer system­a­tis­chen Erkun­dung der Tief­see aufbrach. Diese Verbindung motiviert uns, die Erforschung und den Schutz der Meere auch prak­tisch zu unter­stützen: als Förder­er des Alfred-Wegen­er-Insti­tuts ((Link 4)) und des Projek­ts „One Earth One Ocean“ ((Link 1)) zur mariti­men Müllentsorgung.

(Fußnote)

  • Berech­nung auf Basis einer Studie des World Econom­ic Forum, Ellen MacArthur Foun­da­tion and McKin­sey & Compa­ny: „The New Plas­tics Econ­o­my: Rethink­ing the future of plas­tics“ (2016), sowie des Bundesumweltamtes.

(Bildquelle: OneEarthO­neO­cean)

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